Munich Bot Challenge

Was ist die Munich Bot Challenge?

 Was ist echt, was ist „fake“?

War das Mensch oder Maschine?

Ist diese Information ernstzunehmend oder ein Manipulationsversuch?

Die meisten Social-Media-Nutzer stehen vor der Frage, wie vertrauenswürdig die Inhalte sind, die ihnen tagtäglich in den Neuigkeiten bei Facebook, Twitter oder anderen sozialen Netzwerken angezeigt werden. Spätestens seit der Präsidentschaftswahl in den USA im Herbst 2016 sind Fragen nach Manipulationen der öffentlichen Meinung in den sozialen Netzwerken ins allgemeine Bewusstsein gerückt. Ein wichtiger Aspekt dabei sind sogenannte Social Bots.

Social Bots sind Computerprogramme, die vorgeben, echte Nutzer zu sein. Automatisch werden täuschend echte Botschaften erzeugt, diese in sozialen Netzwerken verbreitet und so Diskurse beeinflusst. Wissenschaftlichen Studien zufolge sind allein auf Twitter rund neun bis 15% aller Nutzerprofile Social Bots. Social Bots stellen also einen wachsenden und ernstzunehmenden Treiber im Prozess öffentlicher Meinungsbildung im Internet dar. Ihre Identifizierung ist aber bislang eine große technische Herausforderung.

Im Rahmen der Munich Bot Challenge haben Sie die Möglichkeit, Social Bots im Netz auf die Spur zu gehen.

Über die Munich Bot Challenge

Die Munich Bot Challenge gliedert sich in einen Hauptwettbewerb sowie zwei Spezialpreise, “Bot Detektiv” für SchülerInnen sowie “VideoBOTschaft” für VideomacherInnen. Der offizielle Startschuss ist der 6. Juli 2017. An diesem Tag wird bei einer Podiumsdiskussion am Munich Center for Internet Research in das Thema Social Bots eingeführt und der Wettbewerb offiziell eröffnet. Im Rahmen einer rechtswissenschaftlichen Begleitforschung wird außerdem untersucht, ob Social Bots und deren Analyse datenschutzrechtliche Fragen aufwerfen.

Hauptwettbewerb

Im Hauptwettbewerb, der Munich Bot Challenge, werden Sie dazu herausgefordert, automatische Bot-Erkennungssysteme zu entwickeln und so viele Bots wie möglich auf Basis einer vorher definierten Liste von Nutzer-Accounts (IDs) auf Twitter zu identifizieren.

Die Anmeldung zum Wettbewerb wird ab Mitte Juni freigeschaltet. Zum Wettbewerbs-Start am 6. Juli erhält Ihr Team eine Liste mit Twitter IDs (Accounts). Dabei handelt es sich um verschiedene Accounts von öffentlichen deutschen Einrichtungen. Ziel ist es, die Social Bots unter den Followern dieser Accounts zu identifizieren. Bis zum 15. September 2017 haben Sie Zeit, Ihre Lösungen über unsere Online-Plattform einzureichen.

Wer kann mitmachen?

Der Hauptwettbewerb richtet sich an StudentInnen, NachwuchswissenschaftlerInnen, ProgrammiererInnen und interessierte Laien aus dem deutschsprachigen Raum, die sich in Teams von maximal vier Personen für eine Teilnahme registrieren können.

Wie kann ich teilnehmen?

Ab Mitte Juni können Sie Ihr Team über unsere Online-Plattform registrieren. Der offizielle Startschuss erfolgt am 6. Juli. An diesem Tag erhält Ihr Team die Liste der zu überprüfenden Accounts. Bis zum 15. September 2017 muss Ihr Team Ihre Lösungen über unsere Online-Plattform einreichen.

Welche Dokumente muss mein Team zur Deadline einreichen?

Bis zum 15. September haben Sie Zeit, Ihre Lösungen über unsere Online-Plattform einzureichen. Sie laden sowohl eine Liste der identifizierten Social Bots hoch als auch eine ausführliche Beschreibung Ihres Algorithmus (maximal drei Seiten).  Dabei wird für jeden Account ein Wahrscheinlichkeitswert zwichen 0 (kein Bot) und 1 (Bot) angegeben. Die Liste der User-Ids, die schlussendlich in die Bewertung eingeht, wird im August bekannt gegeben. Im Laufe des Wettbewerbs können beliebig viele Modelle pro Team eingereicht werden. Am Ende muss aber jedes Team genau ein finales Modell einreichen. Die Beiträge werden anschließend von einer Expertenjury bewertet.

Änderung: 

Neue Deadline des Wettbewerbs ist der 22. September 2017 (nicht 15.09.2017)

Was gibt es zu gewinnen?

Beim Hauptwettbewerb erhalten die drei erstplatzierten Teams 10.000 Euro (Platz 1), 5.000 Euro (Platz 2) und 2.500 Euro (Platz 3). Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Abendveranstaltung in München statt.

Spezialpreis “Bot Detektiv”

Teilnehmen können alle Schülerinnen und Schüler von der 8. bis zur 13. Klasse oder Jugendliche von 13 bis 19 Jahren. Die Teamgröße ist auf maximal vier Personen beschränkt.

Ähnlich wie im Hauptwettbewerb gilt es auch innerhalb des “Bot Detektiv”, möglichst viele Social Bots auf Basis einer vorher definierten Liste von Twitter Accounts zu identifizieren. Allerdings ist es den SchülerInnen freigestellt, wie sie die Bots definieren – ob automatisch, per Code oder mittels anderer Kriterien. Eingereicht wird am Ende eine Liste der identifizierten Social Bots sowie eine Beschreibung des Prozesses (maximal drei Seiten).

Der Wettbewerb “Bot Detektiv” startet am 15. Juli 2017 und endet – wie auch der Hauptwettbewerb – am 15. September 2017. Die erstplatzierten Teams erhalten je 1.000 Euro (Platz 1), 500 Euro (Platz 2), 250 Euro (Platz 3).

Spezialpreis “VideoBOTschaft”

Dieser Spezialpreis richtet sich insbesondere an Kommunikatoren, Videoartists, Webvideomacher, YouTuber und Laien aller Altersgruppen. Gesucht werden kurzweilige Webvideos zu folgenden Themen: “Was ist ein Social Bot?”, “Wie erkenne ich Social Bots?”, “Wie funktionieren Social Bots?”. Natürlich können auch Videos zu anderen Fragestellungen im Bereich Social Bots eingereicht werden. Der Wettbewerb richtet sich sowohl an Teams (max. vier Personen) als auch Einzelpersonen.

Die Webvideos müssen zwischen dem 6. Juli und 1. September im Internet veröffentlicht werden und über YouTube zu finden sein. Für die Videos gibt es keine Längenbeschränkung, jedoch sollten die Videos kurzweilig sein. Grundsätzlich müssen die Inhalte jugendfrei und frei von Rechten Dritter sein, dürfen keine Persönlichkeitsrechte verletzen und nicht gegen das Urheberrecht verstoßen.

Die Bewertung der Videos erfolgt nach den folgenden Kriterien:

  • Inhalt (doppelte Gewichtung)
  • Verständlichkeit
  • Unterhaltsamkeit
  • Filmische Qualität und Kreativität
  • Anzahl von Views, Likes (“Mag ich”-Angaben) und positive Kommentare

Die Erstplatzierten beim Spezialpreis “VideoBOTschaft” erhalten je 1.000 Euro (Platz 1), 500 Euro (Platz 2), 250 Euro (Platz 3).

FAQ

1. Wie ist der genaue Ablauf des Hauptwettbewerbs?

Offizieller Startschuss ist der 06. Juli 2017 im Rahmen der Abendveranstaltung am Munich Center for Internet Research. An diesem Tag erhalten die Teams die Liste der zu überprüfenden Accounts. Bis zum 15. September 2017 können die Teams dann ihre Lösungen über eine Online-Plattform einreichen.

Den Teams werden keine Daten direkt zur Verfügung gestellt. Zum Wettbewerbs-Start bekommt jedes Team eine Liste mit Twitter IDs (Accounts). Dabei handelt es sich um verschiedene Accounts von öffentlichen deutschen Einrichtungen. Ziel ist es, die Social Bots unter den Followern dieser Accounts zu identifizieren.

Im ersten Schritt geht es dann darum, dass sich die Teams die Daten der Follower über die Entwickler-API von Twitter beschaffen. Wie tief die Teams dabei in die Metadaten zu diesen Nutzern vordringen und in welchem Format die gesammelten Daten analysiert werden, ist ihnen überlassen.

Im zweiten Schritt können diese Daten genutzt werden, um Bot-Erkennungssysteme zu entwickeln und Social Bots zu identifizieren. Da Social-Media-Daten sehr fluide sind, wird im Laufe des Wettbewerbs eine verbindliche Liste mit den User-IDs der relevanten Follower erstellt. Nur Accounts, die auf dieser Liste stehen, zählen für den Wettbewerb.

Am Ende des Bewertungszeitraumes reichen die Teams sowohl eine Liste der identifizierten Social Bots hoch als auch eine ausführliche Beschreibung Ihres Algorithmus (maximal drei Seiten). Dabei wird jeder ID ein Wahrscheinlichkeitswert zugeordnet, ob es sich dabei um einen Bot handelt. Im Laufe des Wettbewerbs können beliebig viele Modelle pro Team eingereicht werden. Am Ende muss aber jedes Team genau ein finales Modell einreichen. Die Beiträge werden anschließend von einer Expertenjury bewertet.

2. Auf Basis welcher Kriterien werden die Ergebnisse bewertet?

Anders als in anderen Wettbewerben gibt es keine vordefinierte richtige Antwort. Im Laufe des Wettbewerbs wird von den Organisatoren ein Base-Line-Model entwickelt, dass allen Accounts auf der Liste den Status BOT oder TOP (kein Bot) zuweist. Der Code für dieses Base-Line-Model wird auf der Plattform veröffentlicht. Dieses Modell läuft außer Konkurrenz und es geht in erster Linie darum, neue Ansätze der Bot-Erkennung zu entwickeln. Für den Wettbewerb wird daher aus allen plausiblen Einreichungen ein Ensemble gebildet: Wenn jedes Team für jeden Nutzer einen Wahrscheinlichkeitswert ermittelt, dann kann davon ausgegangen werden, dass die gemittelte Einschätzung aller Modelle ein sehr starkes Modell abgibt. Die Jury hat allerdings das letzte Wort. Bewertet wird daher nach den folgenden Kriterien:

a) Vergleich zur gemittelten Mehrheitsmeinung

b) Konsistenz-Check mit Algorithmen der HfP

c) Erklärung / ausführliche Beschreibung Ihres Algorithmus

d) Zuordnung von Punkten nach statistischen Kennzahlen wie Rank-Order und AUC

Die Jury für die Spezialpreise setzt sich aus Mitgliedern der Jury des Hauptwettbewerbs sowie Wissenschaftlern und Medienmachern aus den relevanten Bereichen zusammen.

 

3. Was passiert mit den Ergebnissen nach dem Wettbewerb?
Die Ergebnisse werden nach Ablauf des Wettbewerbs frei zugänglich online zur Verfügung gestellt. Zudem können die Ergebnisse des Wettbewerbs in die Forschung im Bereich Social Bots miteinfließen. Außerdem werden die Inhalte und Ergebnisse des Wettbewerbs medienwirksam aufbereitet und so auch einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

 

4. Wer ist Ausrichter der Munich Bot Challenge?

Die Munich Bot Challenge ist ein gemeinsames Projekt des Munich Center for Internet Research (MCIR) und des Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.. Zusätzlich wird das Projekt durch die Hochschule für Politik an der TU München und das Center for Digital Technology and Management (CDTM) unterstützt.

Das Munich Center for Internet Research (MCIR) hat im Dezember 2015 als neues Forschungszentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften seine Arbeit aufgenommen. Es wird den mit dem Internet und der Digitalisierung verbundenen gesellschaftlichen Wandel wissenschaftlich untersuchen und eine Orientierung für seine erfolgreiche Gestaltung liefern.

Im Zuge des technologischen Fortschritts sehen sich Politik und Gesellschaft mit immer komplexeren Herausforderungen konfrontiert. Kenntnisse auf nur einem Fachgebiet sind nicht mehr ausreichend, um umfassende Lösungsansätze zu entwickeln. Die Hochschule für Politik München bietet durch ihre neuen Strukturen im Zusammenspiel mit der Technischen Universität München ein ideales Umfeld, um Ihre politischen Kompetenzen auszubilden bzw. zu fördern.

Das Center for Digital Technology and Management (CDTM) ist ein gemeinsames Forschungs- und Lehrinstitut der TU München (TUM) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Gegründet 1998 liegen seine Schwerpunkte auf der Ausbildung von hochbegabten Studierenden, der angewandten Forschung im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien und der Förderung von Unternehmertum.

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. ist die Gemeinschaftsinitiative von Unternehmen und Stiftungen, die als einzige ganzheitlich in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation berät, vernetzt und fördert. Der Stifterverband setzt sich dafür ein, dass junge Menschen ihre Talente entfalten können, und fördert bessere, chancengerechte Bildung. Zudem fördert der Stifterverband die Qualität der akademischen Forschung und Lehre, die Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft sowie den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.

Organisationsteam: Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D; Prof. Dr. Simon Hegelich; Dr. Volker Meyer-Guckel; Prof. Dr. Alexander Pretschner; Kontakt: botchallenge@mcir.digital

 

Für weitere Fragen erreichen Sie uns unter: botchallenge@mcir.digital

Änderung: 

Neue Deadline des Wettbewerbs ist der 22. September 2017 (nicht 15.09.2017)

 

Registrierung



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  • Bitte listen Sie hier weitere Teilnehmer. Ein Team kann maximal aus vier Personen bestehen.

 

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